Das von der EU geförderte PAE Projekt Stärkt die Zusammenarbeit zwischen den Automobilclustern der Großregion

Das von der EU geförderte PAE Projekt Stärkt die Zusammenarbeit zwischen den Automobilclustern der Großregion

Andreas Wlasak, Vize-Präsident Industrial Design beim Zulieferer Faurecia, Ulrich Selzer, Jürgen Barke vom Saar-Wirtschaftsministerium, Etienne Oudot De Dainville, Gesandter für Wirtschaftsangelegenheiten bei der Französischen Botschaft in Berlin, Executive Director bei Opel, Anish K. Taneja, Präsident von Micheln Region Nord-Europa, und Aria-Geschäftsführer Vincent Carel.   (von links nach rechts)

Die Zukunft der Automobilindustrie: Gemeinsame Herausforderungen und Chancen für Deutschland und Frankreich”

Die Beziehungen zwischen Deutschland und Frankreich sind so wichtig wie nie zuvor. Die Digitalisierung der Automobilindustrie macht nicht an europäischen Grenzen halt. Sowohl Deutschland als auch Frankreich sind wichtige wirtschaftliche Partner und stehen auch hinsichtlich der sich ständig verändernden Kundenanforderungen vor zahlreichen Herausforderungen.

Deutschland und Frankreich spielen bei der künftigen Entwicklung der europäischen Automobilindustrie eine entscheidende Rolle auf dem Kontinent. „Beide Länder sitzen im gemeinsamen Boot und müssen Hand in Hand arbeiten“, sagte Bernhard Mattes, der scheidende Präsident des Verbandes der deutschen Automobilindustrie (VDA) beim Frankreichtag der diesjährigen Internationalen Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt. So sitze die französische Autoindustrie über ihre Tochter Opel sozusagen beim VAD „mit am Tisch“. Mit „im Boot“ bei der gut besuchten Veranstaltung saß auch autoregion e.V. Geschäftsführer Armin Gehl, Mitglied des Europäischen Automobilclusters PAE – welches insgesamt 13 Partner aus Belgien, Deutschland, Frankreich und Luxembourg vereint.

 „Ich freue mich, dieses grenzüberschreitend arbeitende Autocluster bei der IAA zu begrüßen“, sagte Mattes und unterstrich damit die Bedeutung grenzüberschreitender Zusammenarbeit angesichts vieler Zulieferer diesseits und jenseits der Grenze.

Mattes warnte angesichts der Herausforderungen an die Automotive-Branche vor nationalen Alleingängen: „Die Transformation und Digitalisierung der Branche macht nicht an der Grenze halt. Es geht nur gemeinsam.“ Als gutes Beispiel nannte er die von den Regierungen Frankreichs und Deutschlands geplante gemeinsame Batteriezellenfertigung, in die Berlin und Paris Milliarden investieren wollen. Und schloss seine Begrüßung von Gästen und Podium mit einem stilechten „Vive la France!“

Als Keynote-Speaker war Jürgen Barke, Staatssekretär im Saar-Wirtschaftsministerium, beim Frankreich-Tag, vor Ort.“ Barke betonte die wichtige Rolle des von der EU finanzierten PAE Clusters.

Barke bekräftigte ebenso wie der VDA-Präsident die Notwendigkeit grenzüberschreitender Zusammenarbeit. Er verwies etwa auf Kooperationen in Forschung und Entwicklung zwischen den Universitäten Saarbrücken, Metz und Nancy.

Vielversprechend sei auch das deutsch-französisch–luxemburgische Gemeinschaftsprojekt eines Testfeldes für störungsfreie car-to-car-Kommunikation und damit das autonome Fahren. 

Das „Autoland Saar“ mit seinen rund 44.000 Industriebeschäftigten in der Automotive-Branche empfehle sich auch als ein Treiber bei der Wasserstofftechnologie als Fahrzeugantrieb: „Wir haben gute Chancen, hier einen Beitrag zu leisten“, so Barke. Das Saarland setze auf Technologieoffenheit und nicht auf Ideologien bei künftigen Fahrzeugantrieben.

Vincent Carel, Geschäftsführer der ARIA Lorraine (Sitz: Nancy) und Clustermanager des Automobilnetzwerks der CCI Grand-Est ist ebenfalls Partner des PAE Projekts und unterstreicht, wie wichtig die gute Zusammenarbeit der Automotive-Branche in der Großregion ist. Angesichts der Herausforderungen rund ums Auto „wollen wir noch mehr kleine und mittlere Unternehmen für unser Cluster werben“, so Carel. Armin Gehl von autoregion bekräftigt ebenfalls den Willen zum Ausbau der gut angelaufenen Zusammenarbeit im Rahmen der Großregion Saar-Lor-Lux, die es zu verstärken gelte.

Ebenso hält Etienne Oudot De Dainville, Gesandter für Wirtschaftsangelegenheiten bei der Französischen Botschaft in Berlin, eine enge Zusammenarbeit der Automotiv-Industrie zwischen Frankreich und Deutschland für unabdingbar. Er forderte EU-weite Regulierungen für das autonome Fahren und eine europäische Wasserstoffstrategie.

Wie Zusammenarbeit heute schon konkret aussieht und wo länderspezifische Unterschiede liegen, diskutierte das Podium:

 Nach der Podiumsdiskussion und einem gemeinsamen Mittagessen, haben die PAE Partner eine geführte Tour zu Ausstellern der IAA angeboten. Besichtigt wurden die Ausstellungsflächen von Daimler, ZF Friedrichshafen, Valeo, Bosch, Ford, Ina Schaeffler und Opel.

PAEAdmin

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